Vulkaneifel wohin? Eklatante Missachtung des Kreistages

Nach drei Jahren soll jetzt ein Entwurf für die Planung des zukünftigen Abbaus der Vulkanberge in der Kreisverwaltung und den Ortsgemeinden ausgelegt werden – kein Grund zum Aufatmen, obwohl mit Zahlen- und Wortspielereien dieser Eindruck erweckt wird. Die bisher vorgesehenen Vorrangflächen mit einer Erweiterung auf über 2000 ha werden nun zu „Vorbehaltsflächen“ erklärt. Das Ergebnis bleibt dasselbe: Eine Vervielfachung der Flächen für einen leichteren Abbau der Berge. Diese Mogelpackung ist unakzeptabel. Begründete Forderungen von Natur- und Landschaftsschutz, Kulturdenkmal- und Wasserschutz bleiben dabei weitgehend unberücksichtigt, sowie ein einstimmiges Votum des Kreistages gegen neue Abbauflächen – eine eklatante Missachtung der gewählten Bürgervertretung der Vulkaneifel!

Der inzwischen großindustrielle Abbau von vulkanischem Gestein und Kalk in der Vulkaneifel soll nach wie vor auf rund 40 über das Kreisgebiet verstreuten Tagebauflächen mit einer Gesamtfläche von über 2800 Fußballfeldern ausgedehnt werden. Dies widerspricht eindeutig den aktuellen Zielen der landesweiten Raumordnung. Das Landesentwicklungsprogramm gibt bereits seit 2008 verbindlich vor, die Vulkaneifel mit dem Vorrang als Erholungslandschaft zu sichern und zu entwickeln! Die in der Regionalplanung beabsichtigte Steuerung von konkurrierenden Raumnutzungen muss zwingend nach dem regionalen Bedarf unter dem Aspekt der Nachhaltigkeit gerade im GesundLand erfolgen!

Gesetzlich ist ein Planungszeitraum von 10 Jahren vorgesehen. Die jetzt angestrebte „Vorratsplanung“ für eine angebliche Planungssicherheit der Industrie bis ins nächste Jahrhundert ist weder erforderlich noch vertretbar. Die regionale Nachfrage wird durch bereits genehmigte Abbauflächen auf Jahrzehnte gedeckt. Ein erkennbarer Bedarf für zusätzliche Abbauflächen besteht daher nicht.

Für die Menschen in der Region, für unsere Gäste und für die örtliche Politik bedeutet dies letztlich die Entscheidung zur unumkehrbaren Umwandlung der Vulkaneifel in eine Grubeneifel.

Die Interessengemeinschaft zum Schutz der Eifelvulkane fordert erneut die zuständigen Stellen auf, von jeglicher Ausweitung des Abbaus der Vulkanberge abzusehen und das eindeutige Votum des Kreistages zu beachten! Für die Vulkaneifel ist die Perspektive „Gesundland“ zukunftweisend,  nachhaltig und verantwortungsvoll besonders im Hinblick auf  die nachfolgenden Generationen.

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Die Frage bleibt: Vulkaneifel oder Grubeneifel? Jetzt werden die Weichen gestellt!

                       

 

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