Presseerklärung zu dem Gesprächstermin mit den Ministerinnen Lemke und Höfken am 14.07.2011 in Mainz

Bürgerinitiative wirbt in Mainz für den Erhalt der Eifelvulkane

Bei einem Gesprächstermin im rheinland-pfälzischen Wirtschaftsministerium am 14.7.2011 in Mainz haben Mitglieder der Interessengemeinschaft Eifelvulkane die überzogenen Planungen des Landesamtes für Bergbau und Energie (LGB) zur Ausweitung von Abbaugebieten in der Eifel kritisiert. Im Gespräch mit Wirtschaftsministerin Evelin Lemke und Umweltministerin Ulrike Höfken machte die Interessengemeinschaft deutlich, dass die Pläne des LGB zur großzügigen Ausweisung von Fläche für den Lavaabbau nicht Realität werden dürfen. Durch die Umsetzung der Pläne würde das einmalige Landschaftsbild der Vulkaneifel langfristig vollens zerstört. Aus Sicht der Interessengemeinschaft Eifelvulkane ist eine Ausweitung von Abbauflächen über den bisherigen Bestand auch gar nicht erforder-lich, da bereits mit den vorhandenen Abbauflächen der Bedarf an Lava und Basalt noch über Jahrzehnte gedeckt ist.

Mit ihrem Anliegen traf die Bürgerinitiative bei den beiden grünen Ministerinnen auf offene
Ohren. Umweltministerin Höfken sicherte zu, dass der Landschaftsrahmenplan überarbeitet wird und dabei auf die Besonderheiten der Landschaft der Vulkaneifel eingegangen wird.
Wirtschaftsministerin Lemke, die auch für die Landesplanung zuständig ist, betonte den Aspekt der Nachhaltigkeit, der auch bei der Planung Rohstoffabbau Berücksichtigung finden muss. Ein Lavavorkommen kann nur einmal abgebaut werden. Darüber hinaus ist auch die Werthaltigkeit des Rohstoffes bei der Planung zu berücksichtigen.

Die IG Eifelvulkane betonte noch einmal, dass die einmalige Landschaft der Vulkaneifel nicht für das Profitinteresse einiger weniger Unternehmen „verramscht“ werden darf.
Bestehende Naturschutzgebiete und Naturdenkmäler müssen erhalten und gesichert werden. Die von der Vorgängerregierung vertretene Vorgabe, der Rohstoffsicherung Vorrang vor dem Natur-/Landschaftsschutz einzuräumen, muß revidiert werden.

Eine auf Nachhaltigkeit ausgerichtete Landesplanung muss die Vulkanberge auch aus wirtschaftlichen Interessen erhalten. Der mit vielen öffentlichen Geldern geförderte Tourismus sichert langfristig Arbeitsplätze in der Region. Eine Ausweitung der Abbau-gebiete würde die Anstrengungen auf diesem Gebiet gefährden und diese letztlich zunichte machen. Der Tourismus als wichtiger Wirtschaftsfaktor für die Vulkaneifel muß mehr als bisher in den Fokus gerückt werden.

Deshalb fordert die IG Eifelvulkane, über einen Landschaftrahmenplan hinaus einen Masterplan mit entsprechenden Leitbildern für die Region Vulkaneifel zu erarbeiten, der die Bereiche Natur-/Landschaftsschutz, Grundwasser, Tourismus wie auch für Land-/ und Forstwirtschaft umfasst.

Das Gespräch mit den Ministerinnen Lemke und Höfken hat gezeigt, dass das Engagement der Bürgerinnen und Bürger für den Erhalt der Eifelvulkane erste Früchte trägt. Es ist allerdings zu befürchten, dass auch die Lobby der Abbauunternehmen weiterhin versuchen wird, die Planungen in ihrem Sinne zu beeinflussen.

Der Fortgang der Planungen muß daher kritisch beobachtet werden. Doch die breite Zustim-mung, die die Interessengemeinschaft in ihrer Unterschriftenaktion erfahren hat, zeigt, daß immer mehr Menschen wach werden und den Politikern „auf die Finger schauen“.

Rolf Schmitz

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