Pelm lehnt Ausweisung zusätzlicher Rohstofflagerflächen ab

Ortsgemeinderat  Pelm                                                        Sitzung 26.05.2011

Stellungnahme der Gemeinde Pelm zur Veröffentlichung der „potentiellen Rohstofflagerflächen“ durch das geologische Landesamt.

Das Landesamt für Geologie und Bergbau hat auf seiner Internetseite Karten der potentiellen Rohstoffvorrangflächen eingestellt, nach denen die Abbauflächen für Lava und Basalt im Vulkaneifelkreis von derzeit 400 auf 2000 ha erweitert werden.

Auch wenn es sich vorerst nur um „ Vorschlagsflächen der Fachplanung“ und noch nicht um Vorrangflächen im Sinne des Landesentwicklungsplanes handelt, sieht sich der Ortsgemeinderat veranlasst, bereits frühzeitig dazu Stellung zu nehmen, da bei einer möglichen Verwirklichung auch die Gemeinde Pelm in erheblichem Umfang direkt betroffen wäre.

In den vorliegenden Karten sind im Gemeindegebiet gleich mehrere Vorrangflächen ausgewiesen und dabei unter anderem einige Bergkuppen betroffen, die das Landschaftsbild der Gemeinde und des Gerolsteiner Landes wesentlich prägen.

Bei zwei dieser vulkanischen Bergkuppen, der Barley und dem Kasselburger Hahn, handelt es sich noch dazu um ausgewiesene Naturdenkmäler. Auf ausdrückliche Forderung des Ministeriums für Umwelt und Forsten ist zum Beispiel der Verzicht auf den Abbau von Bodenschätzen auf dem Gebiet des „Kasselburger Hahn“ grundbuchlich abgesichert worden. Umso mehr ist es für uns verwunderlich, dass eine andere Landesbehörde nunmehr eben dieses Gebiet als Vorrangfläche darstellt.

Die Gemeinde Pelm lehnt die Nutzung von Rohstoffen auf ihrem Gebiet nicht generell ab, das beweisen der seit Jahrzehnten durchgeführte Abbau von Dolomitkalk und Lava in gemäßigtem, weitgehend umweltverträglichem  Umfang.

Eine Ausweisung von Rohstofflagerflächen und eine mögliche zukünftige Ausweitung des Abbaus in der Größenordnung, wie in den Plänen dargestellt, lehnen wir aber grundsätzlich ab. Die damit zwangsläufig verbundene gravierende Zerstörung unserer Landschaft, die einen wesentlichen Faktor  für die Weiterentwicklung des für die Vulkaneifel lebenswichtigen Tourismus darstellt,  können und werden  wir nicht hinnehmen.

Wir behalten uns vor, im Falle eines späteren Auslegungsverfahrens alle uns rechtlich möglichen Schritte zur Verhinderung dieser unseres Erachtens  total „überzogenen“ Planung zu nutzen.

Pelm. 26.05.2011, Der Gemeinderat, Beschluss: Einstimmig

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