Interessengemeinschaft Eifelvulkane gegründet

Tatort Eifel

Bedrohung des Vulkanlandes akut  – Bürger begehren auf

Interessengemeinschaft Eifelvulkane gegründet

Die einzigartige Landschaft der Eifel ist durch den Abbau vulkanischer Berge akut bedroht. Deshalb haben sich am 14.1.2011 in Daun im ‚goldenen Fässchen’ etwa 70 Menschen getroffen und sich zu einer Interessengemeinschaft für den Erhalt der Vulkaneifel zusammengeschlossen.

Markante Vulkanberge sind schon für immer verschwunden, etliche sind im Abbau begriffen. Auf einem Gebiet von 11 x 12 km zwischen Daun, Hillesheim und Gerolstein befinden sich derzeit allein schon 17 Lavagruben, im gesamten Kreisgebiet sind es 35. (*) In Zukunft stehen über 80 Vulkanberge, Kuppen und Hänge zur Disposition! Fast alle Vulkanberge – selbst an den Maaren – sind betroffen! Denn nach dem Willen des Landesamtes für Geologie und Bergbau (Bergamt) sollen die Abbauflächen für Lava und Basalt von derzeit  ca. 400 ha auf mehr als 2.000 ha als „Vorranggebiete zur Sicherung der Rohstoffvorkommen“ ausgeweitet werden können.

Im regionalen Raumordungsplan kann über alle Beschlüsse von Land, Kreis und Gemeinden hinweg festgelegt werden, wo und in welchen Umfang Lavabbau betrieben werden kann.

Das Maß ist schon lange überschritten, aber diese Planungen bedeuten den Ruin für die Eifel.

Was bleibt denn von der Vulkaneifel, dieser ursprünglichen vulkanischen Natur- und über Jahrhunderte gewachsenen Kulturlandschaft? Was wird aus den Quellen, die an den Bergen entspringen? Was wird aus der Erholungs- und ‚Gesundheitslandschaft’, dem naturnahen Tourismus, dem inzwischen größten Arbeitgeber in der Region (ca. 30%)?  Das Leitbild „Gesundheitstourismus“  – „Tourismusregion von landesweiter Bedeutung“ und das Leitbild der „Rohstoffsicherung“ widersprechen sich elementar.

Wir fragen uns, wofür die Berge enthauptet werden. Für Straßen und Beton?

Warum ist Lava so billig? Für wen sollen die Schätze des Landes verscherbelt werden?

„Berge wachsen nicht nach“

Es ist dringend – die Entscheidungen stehen an!

Wir fordern:

  • Keine Ausweitung des Abbaus der Vulkanberge
  • Bürgerbeteiligung bei der Planung des Vulkanbergbaus
  • Umfassende Information der Bevölkerung

Kontakt: evabaum@gmx.de

Presse- und Öffentlichkeitsarbeit:  Lydia Schend, 06592-982 333, mobil 015151477088

(*) topografische Karte 5706, in:  Dokumentation des Symposiums „Lava-Abbau und Landschaftsschutz in der Eifel“ 2007 , Rhein. Verein für Denkmalpflege und Landschaftsschutz, Sonderdruck Rhein. Heimatpflege 3/2008

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